Teigknetmaschine mit eingesetztem Knethaken für flüssige Teige

Wie viele Sicherheitsvorkehrungen eine Maschine hat, hängt häufig davon ab, wie viel Geld jemand im Schadensfall lassen muss. An dieses Bonmot erinnerte ich mich gestern, als aus Mehl, Zucker, Butter und Milch ein schöner Hefeteig werden sollte.

Am besten gelingt ein Hefeteig, wenn er mehrfach von Hand geknetet wird. Der Bäcker bekommt dabei direktes Feedback, wie bereit der Teig schon fürs Backen ist: Am Anfang ist die Menge noch bröselig und dann schnell sehr klebrig. Perfekt ist das erste Mal Kneten, wenn der Teig besser zusammenklebt als an den Händen. Dann ist er homogen und bereit zum Gehen. Eine zweite Runde Kneten lockert die feste Struktur des gegangenen Teigs, bevor man ihn flechtet und vor dem Backen erneut etwas gehen lässt.

Allerdings muss es nicht unbedingt ein handgekneteter Teig sein. Wenn die Zeit knapp ist, was sie mit Kindern und Alltag oft ist, hilft gerne auch eine Küchenmaschine aus. Es gibt Brotbackmaschinen, die den kompletten Vorgang übernehmen könnten, weitaus häufiger sind in Küchen aber elektrische Knethaken anzutreffen. Auf meiner Arbeitsfläche steht eine feste Teigrührmaschine, in die die Schüssel eingespannt werden kann.

Wie komme ich von dieser Maschine auf die Industrie?

An einer Arbeitsstelle arbeitete ich in einem Labor an technischen Proben. Für das Ansetzen von 10 Litern Silikonprobe stand ein Mischer bereit. Im Gegensatz zur handlichen Teigknetmaschine war dieser allerdings größer als ich selbst. Die Knethaken waren so dick wie mein Unterarm. Und der Motor sprang nicht eher an, als dass die Sicherheitsverschlüsse alle geschlossen waren.

Was nicht passieren darf: Unberechtigte Personen

In der Industrie haben nur Personen Zugang zum Labor, die berechtigt sind, und zur Maschine, die in der Bedienung unterwiesen sind. Es gilt: geschultes Personal, klare Arbeitsanweisungen, Sicherheitsunterweisungen.

Ähnlich kann man es zuhause handhaben. Je älter das Kind, desto besser versteht es Anweisungen und Grenzen zu Küchenmaschinen. Sie müssen im Gegensatz zu Erwachsenen allerdings trotzdem beaufsichtigt werden.

Was nicht passieren darf: Finger im Knethaken

Die Maschine zuhause lässt ihren Knethaken an der frischen Luft rotieren. Die Industriemaschine hatte nicht mal ein Guckloch in der Stahlhaube. Allerdings kam dafür auch kein Inertgas heraus. Den korrekten Sitz der Stahlhaube überprüfte die Maschine selbst und ging bei Fehlern einfach nicht an.

Bei manchen Maschinen ist aus Platzgründen oder ähnlichem nicht zu vermeiden, dass sich irgendwo noch in den Gefahrenbereich greifen ließe. Für diesen Fall gibt es eine weitere Sicherheitsmethode: die zweihändige Bedienung. Manche Maschinen lassen sich nur starten, wenn beide Hände gleichzeitig auf vorgesehenen Tastern liegen. Erscheint manchmal unpraktisch, ist aber unglaublich effektiv (solange nur eine Person an die Maschine will).

Aus dem Labor erinnere ich mich an einen kleinen Ofen, der mit der zweihändigen Bedienung verhinderte, dass jemand beim Öffnen an das heiße Gehäuse kam. In der Küche fällt mir dazu das Rühren mit der Handrührmaschine ein: Eine Hand hält die Maschine, die andere die Schüssel.

Leistung und Verantwortung

Der entscheidende Unterschied liegt letztlich im Maßstab. Ein Küchengerät ist darauf ausgelegt, in einem privaten Umfeld zu funktionieren mit überschaubaren Mengen und kalkulierbarem Risiko. Ein Industriemixer hingegen ist Teil einer Produktionskette. Hier geht es um Effizienz, Dauerbetrieb und enorme Kräfte.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Zuhause backt man mit Herz.
In der Industrie mixt man mit Helm.

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