Der Sommer ist Badezeit, so war es schon immer. Je heißer es wird, desto eher finden sich vor allem Familien und Jugendliche am Wasser, denn da kann man sich immerhin noch etwas bewegen, wenn die Wohnung keine Klimaanlage hat. Passend zur Badezeit stehen dieses Wochenende gleich zwei Aktionstage an: Am 25. Juli findet der Welttag gegen das Ertrinken statt, gefolgt vom Tag der Seenotretter am 26. Juli.
25. Juli: Welttag gegen das Ertrinken
Der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Welttag gegen das Ertrinken macht auf ein oft unterschätztes Risiko aufmerksam. Jedes Jahr verlieren weltweit Hunderttausende Menschen durch Ertrinken ihr Leben. In Deutschland waren es 2025 378 Menschen, die ertrunken sind.
Geplant hat es von denen keiner.
Damit es auch Sie nicht trifft, gibt es ein paar Verhaltensweisen, mit denen sich das Risiko deutlich reduzieren lässt:
- nur an geeigneten und bewachten Badestellen schwimmen,
- die eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzen,
- Kinder niemals unbeaufsichtigt am Wasser lassen,
- Warnhinweise und Wetterbedingungen beachten,
- auf Alkohol und andere berauschende Mittel am Wasser verzichten.
Diese Hinweise gelten für den See, das Schwimmbad, das Meer, das Planschbecken… und insbesondere in Begleitung von Kindern. Kinder können weder ihre Umgebung noch ihre Fähigkeiten richtig einschätzen. Die Initiative Augenblick macht darauf aufmerksam, wie schnell eine Ablenkung – Handy, Buch, Hausarbeit – ein verhängnisvolles Ergebnis haben kann.
Ein besonderer Dank sei hier auch den Bademeistern und Rettungsschwimmerinnen ausgesprochen, die an vielen Plätzen sichereres Baden möglich machen. Sicherer. Nicht sicher.
26. Juli: Tag der Seenotretter
Einen Tag später öffnen die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) an vielen Stationen entlang der Nord- und Ostseeküste ihre Türen. Beim Tag der Seenotretter können Besucherinnen und Besucher Rettungskreuzer und -boote aus nächster Nähe erleben, Vorführungen verfolgen und mit den Besatzungen ins Gespräch kommen. Je nach Einsatzlage sind auch Gästefahrten und Mitmachaktionen geplant. (Siehe auch: seenotretter.de)
Die DGzRS finanziert ihre Arbeit ausschließlich durch freiwillige Spenden und ist rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr einsatzbereit. Der Aktionstag bietet eine gute Gelegenheit, die beeindruckende Technik und vor allem die Menschen kennenzulernen, die oft unter schwierigsten Bedingungen Leben auf See retten. Wer gerade in der Gegend ist, wird bei den Aktionen wahrscheinlich viel mitnehmen können.
Gemeinsam für mehr Sicherheit
Nutzen Sie das kommende Wochenende, um sich mit dem Thema Wassersicherheit zu beschäftigen – sei es durch einen Besuch beim Tag der Seenotretter oder indem Sie Ihr eigenes Wissen über sicheres Verhalten am Wasser auffrischen. Der beste Unfall ist ein vermiedener Unfall.
