Die Brandkatastrophe in Crans-Montana hat viele Menschen erschüttert. Über den genauen Ablauf wird weiterhin ermittelt, und dieser Beitrag soll ausdrücklich nicht spekulieren. Unabhängig vom konkreten Ereignis zeigt der Vorfall jedoch, wie stark Baumaterialien den Verlauf eines Brandes beeinflussen können. Ein unterschätzter Brandbeschleuniger sind Dämmstoffe.
Brennbare Dämmstoffe
Viele heute eingesetzte Dämmstoffe bestehen aus organischen oder kunststoffbasierten Materialien, die im Brandfall sehr gut brennen können:
- Polystyrol (EPS/XPS, „Styropor“)
- Polyurethan (PUR/PIR)
- Holzfaser- und Zellulosedämmstoffe
- Pflanzliche und tierische Dämmstoffe wie Hanf, Flachs, Wolle oder Kork
Diese Materialien enthalten überwiegend kohlenstoffbasierte Verbindungen. Sie können sich bei Hitze entzünden, schnell Feuer weitertragen und zur raschen Brandausbreitung beitragen.
Die synthetischen Dämmstoffe aus Polystyrol und Polyurethan brennen mit starker Rauchentwicklung, sehr gefährlich für Menschen, noch bevor die Flammen zum Problem werden.
Holzfaser- und Zellulosedämmstoffe werden üblicherweise behandelt, sodass sie schwer entflammbar sind. Das Brennverhalten von Hanf, Flachs, Wolle und Kork hängt ebenfalls stark vom übrigen Brandgeschehen ab.
Nicht brennbare Dämmstoffe
Dem gegenüber stehen mineralische Dämmstoffe, die als nicht brennbar gelten:
- Steinwolle
- Glaswolle
- Schaumglas
Diese Materialien brennen nicht und tragen nicht zur Brandlast bei. Sie können dadurch entscheidend dazu beitragen, die Ausbreitung eines Feuers zu verlangsamen.
Was folgt?
Weil Dämmstoffe meist unsichtbar verbaut, im Brandfall aber eine zentrale Rolle spielen und die Materialauswahl einen direkten Einfluss auf Brandverhalten, Rauchentwicklung und Evakuierungsmöglichkeiten hat, gibt es dazu die DIN 4102.
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